Nicht nur eine Seniorenhilfe: Der Treppenlift

Mit dem Thema “Treppenlifte” verbindet man im Allgemeinen eine Hilfe für Senioren. Wenn die Kniegelenke schmerzen oder die Hüfte nicht mehr so will, kann jede Treppe zu einer Herausforderung werden. Die Zielgruppe ist tatsächlich nach wie vor der ältere Mitbürger, der mit dieser Komforthilfe seine Lebensqualität in den eigenen vier Wänden aufrechterhalten möchte. Doch wer sagt, dass ein Treppenlift ausschließlich für Quasi-Gehbehinderte sinnvoll ist? Treppenlifte können in vielen Situationen das gewisse Extra sein, das eine Treppe dauerhaft bezwingbar macht. Da spielt das Alter des Benutzers keine Rolle.
Lesen Sie in diesem Text alles, was wir für Sie an Informationen rund um das Thema “Treppenlift” zusammen getragen haben.

Kleine & große Helfer

Weitere Hilfsmittel um ein möglichst mobiles und selbständig geführtes Leben zu ermöglichen.

Treppenlift Fakten

Hier erfahrt ihr Fakten über den Treppenlift, mit denen ihr bei Quizrunden glänzen könnt.

Treppenlift finanzieren

Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung bei der Anschaffung eines Treppenlift.

Treppenlift gebraucht

Alternativen zum Neukauf eines Treppenlift und Voraussetzungen für den Einbau.

Treppenlift ist nicht gleich Treppenlift – Treppenlift Typen

Ein Treppenlift ist ganz allgemein gesprochen eine Indoor-Lösung zum nachträglichen Einbau, mit dem die Steigung einer Wohnungs- beziehungsweise Wohnhaustreppe überwunden werden kann. Sie haben mit Sicherheit diesen Sitz auf Schienen vor Augen, der elektrisch entlang eines Treppenlaufs bewegt wird. Für meisten Treppenlifte trifft dieses Design auch zu. Doch insgesamt unterscheidet man drei Typen von Treppenliften:

  • Sitzlift
  • Plattformlift
  • Hublift


Der Sitzlift

Der Sitzlift ist der ganz klassische Treppenlift. Er besteht aus einer bodennah angebrachten Schiene und einem darauf montiertem Sitz. Die Schiene wird an den Treppenstufen befestigt. Unterschieden wird zwischen Ein- und Zweischienen-Systemen. Die Einschienen-Systeme zeichnen sich durch eine besonders niedrige Schiene aus. Damit sind sie besonders platzsparend. Die Schiene wird bei gewendelten Treppen bevorzugt an der Innenseite, also der Seite mit den schmaleren Bereichen der Stufen, angebracht. Dadurch bleibt die breite Seite, die vorzugsweise von Fußgängern benutzt wird, frei. Der Treppenlift wird durch die Montage auf der Innenseite so zu einem nur minimalen Hindernis.

Ein Sitzlift besteht aus folgenden Komponenten:

  • Sitz
  • Armlehne
  • Sicherheitsgurt
  • Fußbrett
  • Steuerung
  • Antrieb

Die Ausstattung und der Komfort der Sitzlifte variieren zwischen den Herstellern erheblich. Die Auswahl beginnt bei recht einfachen, starren Systemen. Bei diesen sitzt der Benutzer ganz einfach quer zum Treppenverlauf. Bei geraden Treppen ist das auch meistens ausreichend. Problematisch wird diese Lösung aber, wenn eine Kurve überwunden werden soll. Hier muss durch Kompromisse in der Konstruktion gewährleistet werden, dass das Gerät und der Benutzer die Treppe passieren, ohne in einer Engstelle an der gegenüber liegenden Seite anzustoßen. Das wird meistens durch extrem kurze Fußbretter erreicht. Ein kurzes Fußbrett bedeutet immer, dass die Knie stark gewinkelt werden müssen. Bei der traditionellen Zielgruppe der Treppenlifte bedeutet das häufig eine unangenehme bis schmerzhafte Sitzposition.
Hier hat einer der Marktführer für High-Tech Treppenlifte mit der ASL Technologie einen innovativen Beitrag geleistet: Der Sitz ist bei diesen Treppenliften nicht starr, sondern drehbar angebracht. Das Besondere dabei: Auch das Fußbrett dreht sich mit, so dass die ganze Fahrt über eine bequeme Sitzposition eingehalten werden kann – gleichgültig wie schmal die Treppe ist.

Die Steuerung ist an einer der Armlehnen untergebracht. Die Hersteller bieten hier passende Lösungen für Rechts- und Linkshänder an. Der Joystick ist bei der Steuerung zum Standard geworden. Ein Treppenlift muss durch die Steuerung während seiner gesamten Fahrt ununterbrochen “aktiviert” werden. Die früher verwendeten Taster sind dazu nicht optimal. Einen Joystick können Sie notfalls sogar mit dem Unterarm bedienen.
Hat der Treppenlift seine Endpositionen erreicht, lässt er sich mit wenigen Handgriffen platzsparend zusammen klappen. So ist er niemandem im Weg.

Der Plattformlift

Der Plattformlift ist eine Lösung, die sich speziell an Rollstuhlfahrer richtet. Er ist funktional dem Sitzlift zwar ähnlich, hat aber einen wesentlich höheren Platzbedarf. Er lässt sich deshalb nicht an jeder Treppe installieren. Der Plattformlift besteht aus einer befahrbaren Rampe. Der Rollstuhlfahrer befährt die Rampe und gibt den Befehl zum Hochfahren. Bei Plattformliften wird in der Regel ein sehr hoher Automatisierungsgrad umgesetzt. Der Benutzer braucht meistens nur einen einzigen Tastendruck auszulösen, den Rest macht der Lift von alleine. Dazu gehört das Absenken der Platte, das Hochklappen der Schutzbügel, das Hochfahren unter Last und das Abbremsen vor Kurven und vor den Endlagen. So wird ein Maximum an Komfort garantiert.

Der Hublift

Der Hublift – oder Hebe-Plattform-Lift – ist ein Gerät zur Überwindung einer Steigung, bei der keine Treppe installiert ist. Hublifte haben daher einen linearen Weg und überwinden keine Kurven und Bögen. Hublifte werden benötigt, wenn ein größerer Absatz überwunden werden muss. Sie sind praktisch kleine Aufzüge für Personen und deren mitgeführte Lasten. Die meisten Hublifte werden im Außenbereich angebracht. Hier können beispielsweise Eigentümer von höher gelegenen Wohnungen mittels eines Hublifts ihre Wohnung über den Balkon erreichen. Technisch sind Hublifte nicht so komplex wie die Treppenlifte. Dadurch, dass sie im Außenbereich eingesetzt werden, müssen sie aber aus witterungsfesten Materialien hergestellt und entsprechend konstruiert werden. Das macht Hublifte in der Regel recht teuer.

Aufbau, Funktion und Einsatzgebiet von Treppenliften

Treppenlifte, Plattformlifte und Hublifte sind grundsätzlich individuelle Sonderanfertigungen. Das gilt vor allem für das Schienensystem bei Treppen- und Plattformliften. Dieses kann nur für eine einzige Einbausituation verwendet werden. Bei allen anderen Komponenten besteht zwar auch ein hoher Individualisierungsgrad. Es spricht bei diesen Komponenten aber nichts gegen einen Weiterverkauf, wenn der Treppenlift als Gebrauchtgerät veräußert werden soll. Das Schienensystem kann hingegen nur noch verschrottet werden.
Bei Hubliften sieht man die Individualisierung nicht auf den ersten Blick, sie ist aber dennoch vorhanden: Die Hubhöhe ist meistens nicht nur einprogrammiert, sie ist bei vielen Geräten auch technisch eingebaut. Der Umbau eines Hublifts auf eine andere bauliche Situation ist daher nicht immer ganz so einfach.

Die Funktion von Treppen-, Plattform- und Hubliften ist stets recht ähnlich. Der Nutzer nimmt die vorgesehene Position ein und gibt den Befehl zur Bewegung. Bei Treppenliften muss dieser Befehl permanent während der ganzen Fahrt aufrechterhalten werden. Deshalb werden die Steuerungen von Treppenliften heute standardmäßig mit Joysticks ausgestattet. Diese lassen sich auch mit arthritischen Fingern gut und komfortabel bedienen. Bei Plattform- und Hubliften genügt hingegen meistens nur ein einzelner Tastendruck. Die Fahrt geschieht dann automatisch gemäß der einprogrammierten Bewegung. Das macht das Bedienen von Hub- und Plattformliften vor allem für stark körperbehinderte Personen sehr komfortabel.

Das Einsatzgebiet von Treppenliften sind meistens Einfamilienhäuser. Sie ermöglichen es, älteren oder gehbehinderten Bewohnern in ihren angestammten vier Wänden zu bleiben. Aus diesem Grund werden Treppenlifte von vielen Krankenkassen finanziell gefördert. Sie können auch in Mehrfamilienhäusern verbaut werden. Dann muss aber zunächst der Besitzer bzw. die Hausverwaltung über den Einbau befragt werden. Ein Problem am Einbau von Treppenliften in Mehrfamilienhäusern ist, dass nur ein einziger Mieter sich ein solches Gerät einbauen lassen kann. Alle anderen Mieter können dann keinen weiteren Treppenlift einbauen. Auf der anderen Seite: Falls mehrere Mieter oder Bewohner eines Mehrfamilienhauses Bedarf an einem Treppenlift haben, können sie sich das Gerät auch teilen. Das senkt die Kosten für die Anschaffung erheblich.

Zahlen und Fakten rund um den Treppenlift

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beträgt der höchste Finanzierungszuschuss der Kassen
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Meter pro Sekunde und schneller gilt das im Unterhalt teurere Aufzugsrecht
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Personen trägt Europas größter "Treppenlift"
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verstarb wohl der erste Profiteur eines Treppenlift

Finanzierung des Treppenlifts

Der Einbau von einem Treppenlift ist eine teure Angelegenheit. Viele Bauteile sind zwar Serienprodukte. Durch die geringe Auflage sind sie aber immer noch recht hochpreisig. Zudem sind die Produkte von namhaften Anbietern von höchster Qualität. Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Komfort schlagen sich deshalb auch im Preis nieder. Den größten Posten machen aber die Handwerkerkosten und die Fertigung der Maßstücke aus. Die Schienen müssen stets passgenau auf die jeweilige Einbausituation angefertigt werden. Auch der Einbau ist eine Sache, bei der Spezialisten ihr ganzes Können für ein bestmögliches Ergebnis aufbringen müssen.
Die gute Nachricht ist aber, dass der Einbau eines Treppenlifts gefördert wird.

Warum wird ein Treppenlift massiv gefördert?

Auch wenn ein Treppenlift mit über 10.000 Euro zu Buche schlagen kann, ist seine Förderung stets sinnvoll. Die Alternative zum Treppenlift heißt sonst in vielen Fällen: Umzug ins Pflegeheim. Wenn Treppen und Eingänge nicht mehr selbständig bewältigt werden können, ist eine Unterbringung in den eigenen vier Wänden ohne Hilfsmittel nicht möglich. Ein Umzug und ein Pflegeheim kosten schnell ein Mehrfaches der Anschaffungskosten für den Treppenlift. Darum sind alle staatlichen und versicherungstechnischen Stellen sehr daran interessiert, Bedürftige so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen zu lassen. Ein Treppenlift ist deshalb eine akzeptable und förderungsfähige Investition.

Wer fördert Treppenlifte?
Treppenlifte und auch andere, seniorengerechte Umbaumaßnahmen am Haus, werden von folgenden Stellen gefördert:

  •  Gesetzliche Krankenkassen
  •  Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  •  Regionale Förderprogramme
  •  Indirekte Finanzierung durch steuerliche Absetzbarkeit
  •  Berufsgenossenschaften
  •  Staatliche Stellen wie Agentur für Arbeit oder Sozialamt
  •  Zinsgünstige Kredite von Banken

Kurzfristiger Entschluss mit Folgen

Die Notwendigkeit zur Anschaffung eines Treppenlifts kommt für viele Betroffene relativ schnell. Nur selten machen eine fortschreitende Arthritis oder andere Gelenk- und Muskelprobleme so sehr zur Qual, dass die Betroffenen allmählich über die Anschaffung nachdenken können. Viel häufiger ist es ein plötzliches Ereignis, welche diese Investition in den Fokus rücken. Meistens geht der Überlegung vom Treppenlift ein Unfall voraus. Eine Diagnose fällt dabei besonders häufig: Der Oberschenkel-Halsbruch. Der Übergang vom Bein zur Hüfte ist mit fortschreitendem Alter eine ausgesprochene Schwachstelle. Eine nagende Osteoporose führt dann irgendwann dazu, dass der Oberschenkelhals einfach abbricht. In Folge erhält der Betroffene zwar in der Regel ein neues Hüftgelenk. Die Mobilität bleibt aber dennoch von dem Moment an stark eingeschränkt. Dann bleibt meist nur die Zeit vom Aufenthalt im Krankenhaus, sich nach einem Treppenlift umzuschauen. Unser Rat an dieser Stelle lautet deshalb: Warten Sie nicht zu lange oder bis es definitiv zu spät ist. Ein Treppenlift ist kein Eingeständnis einer Invalidität, sondern ein Garant für Selbstbestimmtheit und Lebensqualität!
Vorweg gesagt: Eine 100% Finanzierung für einen neuen Treppenlift gibt es nicht. Mit etwas Glück können Sie vielleicht einen gebrauchten Treppenlift zu minimalen Kosten erhalten. Die Förderung trägt zwar einen großen Teil der Kosten. Um eine Beteiligung werden Sie aber in der Regel nicht herum kommen.
Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen
Um es auf den Punkt zu bringen: Von den gesetzlichen Krankenkassen können bis zu 4000 Euro für die Anschaffung eines Treppenlifts beantragt werden. Allerdings ist hierfür bereits ein Pflegegrad der Stufe 2 vorliegen. Sich selbst so bereits als Quasi-Pflegefall zu definieren ist mit Sicherheit für viele eine Herausforderung. Jedoch dient der Treppenlift ja dazu, die weitere Verschärfung der Pflegestufe so lange wie möglich hinaus zu zögern.

Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau
Die KfW unterhält ein Programm namens “Altersgerechtes Umbauen”. Darin sind viele förderungsfähige Maßnahmen zusammen gefasst. Ziel der Maßnahmen ist es, ein Eigenheim “barrierefrei” umzubauen und so seniorengerecht zu gestalten. Förderungsfähig sind Mieter und Bewohner von selbst genutztem Wohneigentum gleichermaßen. Jedoch ist die Förderungsfähigkeit bei einer Mietsituation natürlich eingeschränkt: Verbreiterung von Türen, Herausreißen von Wänden, Einbau von Rampen usw. geht in einer Mietswohnung natürlich nur mit dem Einverständnis des Vermieters. Pro Haushalt ist eine Förderung von bis zu 5000 Euro möglich. Jedoch ist diese Förderung von der Verfügbarkeit der ausgeschriebenen Mittel abhängig. Ist der Fördertopf einmal leer, ist eine Verlängerung der Maßnahme fraglich.

Förderung durch Land und Gemeinde
Die Regionalverwaltungen sind ebenfalls auf das Thema “Seniorengerechtes Umbauen von Eigenheimen und Mietwohnungen” aufmerksam geworden. Sie haben ein vitales Interesse daran, die alteingesessenen Bürger so lange wie möglich zu halten. Schließlich geben sie einer Region Identifikation, Tradition und Wissen. Ansprechstellen sind die jeweiligen Landesbanken. Die Gemeindeverwaltungen haben aber in der Regel Anlaufstellen, bei denen Sie sich persönlich über die Förderungsmöglichkeiten beraten lassen können.
Steuerliche Förderung für Treppenlifte

Ein Treppenlift stellt für die Steuerbehörden eine “außergewöhnliche Belastung” dar. Damit ist er steuerlich absetzbar. Hier sind jedoch Grenzen gesetzt, vor allem in Bezug auf die allgemeine Einkommens- und Abgabensituation. Je nach Bedürftigkeit und Einkommenssituation des Antragsstellers kann deshalb diese Belastung mehr oder weniger hoch angerechnet werden. Es lohnt sich aber in jedem Fall, vor der Anschaffung des Treppenlifts sich genau mit seiner steuerlichen Absetzbarkeit auseinander zu setzen.

Förderung durch Berufsgenossenschaften
Man muss nicht unbedingt Rentner oder Pensionär sein, um Bedarf nach einen Treppen- oder Plattformlift zu bekommen. Es genügt bereits ein Unfall, der eine Gehbehinderung zur Folge hat. Schon kann die Anschaffung einer Überwindungshilfe für Treppen angezeigt sein. Diese Situation wünscht sich niemand, schon gar nicht in seinen jüngeren Jahren. Aber die gute Nachricht ist: Die Berufsgenossenschaften decken die Kosten für diese Investition zu 100%. Die BGs denken da so ähnlich wie die Krankenkassen: Ein Pflegeheim ist in kürzester Zeit teurer als der beste Treppenlift. Darum besteht auch hier ein großes Interesse daran, den Betroffenen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen lassen zu können.

Förderung durch die Agentur für Arbeit
Auch wenn die Begründung durch die Agentur für Arbeit eine Herausforderung sein wird – ausgeschlossen ist eine Förderung für einen Treppenlift von dieser Stelle her nicht. Wichtig ist, dass die “Wiedereingliederung in das Berufsleben” durch diese Investition gewährleistet wird. Sollte dies nachgewiesenermaßen der Fall sein, kann ein entsprechender Antrag bei der Agentur für Arbeit gestellt werden. Eine 100% Förderung können Sie aber hier nicht erwarten.

Förderung durch das Sozialamt
Das Sozialamt kann den Einbau eines Treppenlifts ebenfalls fördern. Dazu muss aber jeder andere Weg bereits ausprobiert und abgelehnt worden sein. Sie gelten damit als “letzte Instanz” für die Förderung und Bezuschussung eines Treppenlifts.

Zinsgünstige Kredite von Banken
Wenn es partout keine Förderung für Ihren Treppenlift zu holen gibt, dann bleiben Ihnen noch die Banken. Die namhaften Institute haben entsprechende Programme, mit denen diese Umbaumaßnahmen am Haus durch zinsgünstige Kredite der Banken unterstützt werden können. Doch in der Regel ist das überhaupt nicht notwendig.

Treppenlift-Anbieter als Kreditvermittler
So wie bei einer teuren Ausstattung oder einem Neuwagen auch, arbeiten die Treppenlift-Hersteller mit Banken zusammen. Dadurch erhalten Sie direkt bei Ihrem Anbieter der Wahl in der Regel die besten Kredite und Finanzierungsmodelle für Ihren Treppenlift. Ganz abgesehen davon bleibt Ihnen der demütigende Gang zur Hausbank erspart. Lassen Sie sich beim Verkaufsgespräch über die Finanzierungsmodelle der Hersteller beraten. Sie werden überrascht sein, was da möglich ist.

Alternativen zum Treppenlift

Bei Unfällen kann es zu einer vorübergehenden Einschränkung der Bewegungsfreiheit kommen. Wenn absehbar ist, dass sich ein Patient wieder erholt, dann ist die Anschaffung von einem Treppenlift natürlich nicht sehr sinnvoll. Hierfür gibt es Geräte wie beispielsweise den “Treppensteiger”, der als vorübergehende Maßnahme angeschafft werden soll. Er funktioniert ähnlich wie ein Rollstuhl, hat aber die Fähigkeit eine Treppe zu überwinden. Jedoch sind diese Geräte sehr teuer, sehr langsam und nicht sehr komfortabel. Eine echte Alternative zum Treppenlift sind sie daher nicht.
Als einzige “echte” Alternative zum Treppenlift kann daher nur der ganz normale Hausaufzug gelten. Dieser lässt sich auch in einem Einfamilienhaus einbauen. Es gibt zwar noch einige andere Lösungen, die aber bei Effizienz, Kosten-Nutzen-Vergleich, Komfort und Dauerhaftigkeit nicht mit einem gut geplanten und ausgeführten Treppenlift konkurrieren können.

Herzensangelegenheit

Die größtmögliche Selbstständigkeit von Menschen sowie der möglichst lange Verbleib in den eigenen vier Wänden liegt uns am Herzen.

100%

Selber aus der Pflege kommend, wissen wir worauf es ankommt und sind Verfechter einer interdisziplinären Zusammenarbeit.

Über den Tellerrand

Des Weiteren finden Sie in unseren Blogartikeln weiterführende Informationen zum Thema Erhalt und Förderung von Mobilität.

Alternativen zum Neukauf – Treppenlift gebraucht kaufen oder Treppenlift mieten

Wenn das Budget für die Neuanschaffung eines Treppenlifts nicht ausreicht, gibt es zwei Alternativen:

  • Treppenlift mieten
  •  Treppenlift gebraucht kaufen

Die Möglichkeit, einen Treppenlift mieten zu können, bieten nur die Hersteller besonders hochwertiger Treppenlifte mit einer lange gesicherten Ersatzteilversorgung an. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass das Gerät, welches Sie bekommen, ein aufgearbeitetes Gebrauchtgerät ist. Das muss kein Nachteil sein. Der übliche Ablauf einer Treppenlift-Miete ist dieser: Das Gerät wird angezahlt und anschließend mit einem geringen Betrag über einen definierten Zeitraum gemietet. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn absehbar ist, dass innerhalb dieses Zeitfensters ein Umzug in ein Pflegeheim unumgänglich ist. Die Anzahlungen betragen in der Regel 3000 – 5000 Euro. Die monatliche Miete des Treppenlift kann sich im Bereich von 100 bis 300 Euro bewegen. Ob das allerdings überhaupt machbar ist, hängt auch von den örtlichen Gegebenheiten ab. Eine lange, mehrfach gewundene Treppe mit vielen anspruchsvollen Stellen ist natürlich schwieriger in einer Mietlösung umzusetzen, als eine einfache, gerade Treppe.

Der Gebrauchtkauf von einem Treppenlift ist natürlich auch immer möglich. Wenn Sie sich in den Kleinanzeigen umschauen, werden Sie sich vielleicht wundern, wie billig sie teilweise veräußert werden. Manche Privatpersonen verschenken sogar einen Treppenlift, wenn er selbst abgebaut und abtransportiert wird. Aber hier ist das Problem: Ein gebrauchter Treppenlift von Privat kommt natürlich ohne jede Garantie, dafür mit vielen Gefahren. Es ist so, wie mit einer Einbauküche: So schön sie an ihrem angestammten Ort auch aussehen mag – ihre Verpflanzung in eine neue Wohnung geht meistens nicht ohne Kompromisse, die das Ergebnis dann unbefriedigend machen.
Der Kauf eines “Schnäppchens” von Privat sollte daher wohl überlegt sein. Gerade bei Podest-Treppen mag das funktionieren. Bei gewendeten Treppen kommen Sie allerdings um eine Anpassung durch eine Fachfirma nicht herum. Die werden sich aber in der Regel weigern, ein gebrauchtes Gerät wieder gangbar zu machen, wenn es nicht aus dem eigenem Haus stammt.
Hier haben die Hersteller jedoch reagiert: Rund um das Thema “gebrauchte Treppenlifte” hat sich heute eine sehr interessante Industrie von Dienstleistern entwickelt, die hier Gutes zu leisten imstande sind: Die Treppenlifte werden demontiert, komplett aufgearbeitet, technisch überholt und so in einen annähernden Neuzustand gebracht. Trotzdem sind diese gebrauchten Treppenlifte deutlich günstiger als Neugeräte von gleicher Qualität.
Unser Tipp lautet daher: Suchen Sie früh genug nach einem Treppenlift. Das gibt Ihnen die Zeit, alle Optionen zu begutachten und das bestmögliche Angebot für Ihre Bedürfnisse zu ermitteln.

Voraussetzungen für einen Treppenlift

Für den Einbau eines Treppenlifts gelten zwingende baurechtliche Voraussetzungen. Diese sind in der DIN 18065 klar geregelt. Im Wesentlichen geht es bei der baurechtlichen Freigabe eines Treppenliftes darum, dass der Rettungsweg einer Treppe nicht beeinträchtigt werden darf. Grob gesagt, muss die Treppe mindestens 100 cm breit sein und von der Schiene des Lifts nur maximal bis 20 cm überdeckt werden. Hierbei wird auch zwischen Innen- und Außenläufern unterschieden. Vor dem Einbau eines Treppenlifts ist daher die Begutachtung durch einen Sachverständigen unbedingt erforderlich. Sonst droht nach dem Einbau des Lifts der erzwungene Rückbau.

Das gilt vor allem dann, wenn der Treppenlift in einem Mehrfamilienhaus eingebaut wird. Man darf als Mieter oder Eigentümer einer Wohnung nicht ohne Weiteres einen Treppenlift im gemeinschaftlich genutzten Treppenhaus installieren. Hierfür ist das Einverständnis aller Beteiligten zwingend erforderlich. Auch hier kann nach einem teuren Einbau der erzwungene Rückbau drohen, wenn hier nicht rechtlich im Vorfeld alles “wasserdicht” gemacht wurde.
Unser Tipp ist daher: Lassen Sie sich in diesem Fall unbedingt durch einen Anwalt beraten. Idealerweise setzt dieser auch die Einverständniserklärung auf, so dass Sie nicht wegen eines Formfehlers Nachteile erhalten.

Wenn Sie Mieter eines Einfamilienhauses sind, müssen Sie den Einbau eines Treppenlifts ebenfalls vom Eigentümer genehmigen lassen. Auch in diesem Fall ist eine Rechtsberatung und professionelle Aufsetzung der Einverständniserklärung zwingend erforderlich.
Lassen Sie sich auch von einem Brandschutzexperten beraten, wie der Treppenlift idealerweise zu installieren ist. Häufig können mit kleinen Tricks und einfachen Lösungen große Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Dazu muss aber alles vor Einbau geplant und beachtet werden. Nachbesserungen an einem eingebauten Treppenlift sind dagegen in der Regel nur sehr schwer realisierbar.

Nützliche Hilfsmittel

Gehhilfen

Toilettenstuhl

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